Dienst am Bürger
Dienst am Bürger

Sicherheit und Ehrenamt                        Internet-Foto

Wenn jemand etwas bekräftigen möchte, das gut läuft, dann sagt sie oder er meist:

"Mit Sicherheit!"

 

Sicherheit ist schließlich eine ganz wichtige Grundvoraussetzung für ein gedeihliches Gemeinwesen. Natürlich sind die Sicherheitskräfte, allen voran die Polizei, gefordert, auch immer wieder im Bedarfsfalle repressiv durchzugreifen. Sicherheit ist zum größten Teil aber ein präventives Programm für alle gesellschaftlichen Akteure.

 

So konnten im Zusammenwirken mit der Polizeizentralstation Kaltenkirchen und einem privaten, in Kaltenkirchen ansässigen Sicherheitsunternehmen neue Schritte bei der Sicherung öffentlicher Plätze und Wege gegangen werden; siehe 

Wachleute sehen nach dem rechten - Hamburger Abendblatt

www.abendblatt.de › Region › Norderstedt

(ganzer Text siehe am Ende dieser Rubrik) 

 

Diverse Ansprachen etwa von Jugendlichen verfehlten ihr Ziel nicht. Wo dennoch Einige über die Stränge schlugen, wurde konsequent durchgegriffen. So konnten Vandalismus-Ereignisse zwar nicht sämtlich verhindert, aber dafür immerhin deutlich reduziert werden.

 

So stieg auch das - subjektive - Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. 

 

Dieses wurde auch durch gemeinsame Streifen von Polizei und städtischem Ordnungsamt erhöht.

 

Auf meine Initiative wurden die "Schmalfelder Kurven" als unfallträchtige Verkehrssituation entschärft. Hierzu verband ich lokale und regionale Akteure, dabei die Polizei, der Kreis Segeberg, der Landesbetrieb für Verkehr Schleswig-Holstein, das Amt Kaltenkirchen-Land und natürlich der Bürgermeister der Gemeinde, welche den "Schmalfelder Kurven" ihren Namen geliehen hat: Schmalfeld. Der Kreis veranlasste sogenannte Schock-Großplakate und Holzkreuze entlang der Strecke, und die Geschwindigkeitsobergrenze wurde partiell von 70 auf 50 km/h gesenkt. Nachfolgend waren nicht mehr so schwere Unfälle, vor allem solche mit Todesfolge wie noch 2006 zu verzeichnen. Es bleibt zu hoffen, dass die Wirkung anhält! 

 

Zur Sicherheit gehört auch, dass der Poizei nicht andauernd von der Politik das Gefühl vermittelt wird, als "Melkkuh der Nation" zu dienen. Immer, wenn es irgendwo Geld einzusparen gilt, muss recht schnell immer auch die Polizei dafür herhalten, es werden Personalstellen eingespart und Dienststellen, gerade in der Fläche, dichtgemacht. Das ist, gerade in sicherheitspolitisch immer schwieriger werdenden Zeiten, nicht länger hinnehmbar. Mein Appell daher an die jeweils zuständige (Landes-)Politik: Die Polizeistrukturen, auch und nicht zuletzt in der Fläche, sowie die Polizistinnen und Polizisten als handelnde Personen, müssen nachhaltig gestärkt werden, es sollte bis auf Weiteres keine Einsparmaßnahmen in Bezug auf die Polizei mehr geben, sondern im Gegenteil eine kluge Zukunftsstrategie, wozu nicht zuletzt auch ein wenig Anerkennung durch mehr Geld gehört. Unsere Polizistinnen und Polizisten geben alles für uns - und sind dafür auch hinreichend von der Politik zu honorieren!

 

Sicherheit ist hier auch der Schutz unserer Beamtinnen und Beamten vor zunehmenden gewalttätigen Übergriffen und die schnelle Ahndung solcher und anderer Delikte durch die Justiz; denn zur Sicherheit gehört vor allem, dass Strafen "auf dem Fuße" folgen, also Staatsanwaltschaften und Gerichte gerade in Bezug auf jugendliche Straftäter zusammenarbeiten, nachdem die Polizeien ihre Arbeit gemacht haben. Vernetzung ist auch hier kein Modewort, sondern zu leben!   

 

Zur Sicherheit gehört weiter, dass unsere Justiz nicht länger mit Fluren als Aktenzimmern vorlieb nehmen muss, wo stapelweise Umzugskisten lagern, in denen sich die abzuarbeitenden Fälle befinden, sowie eine hinreichende Personalausstattung. 

 

Als ehemaliger Vorsitzender des lokalen Rates für Kriminalitätsverhütung Kaltenkirchen und zugleich als Bürger bin ich froh, dass es unsere Polizei und weitere Sicherheitspartner gibt. Sie ermöglichen es, dass wir uns unbefangen in der Öffentlichkeit bewegen können, und das ist etwas, was in manchen anderen Ländern längst nicht selbstverständlich ist. Dafür sage ich auch an dieser Stelle: Danke!

 

Meinen Dank möchte ich gleich auch weitergeben speziell an die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen, an das THW, das DRK mit der Rettungshundestaffel und die anderen Akteure des Rettungsverbandes Kaltenkirchen. Auch sie alle leisten im Einsatz und durch ihre ständige Bereitschaft Großartiges! Danke!

 

In diesem Zusammenhang gebührt ein ganz großer Dank auch der von mir damals geleiteten Verwaltung, allen voran und stellvertretend für die betreffenden Mitarbeiter/innen dem Abteilungsleiter zugleich in seiner Funktion als Geschäftsführer des Rettungsverbandes!

 

Abschließend möchte ich ganz allgemein und im Konkreten alle ehrenamtlich Tätigen wertschätzen, sie alle schaffen mit ihrem uneigennützigen, aber ja auch unbezahlbaren Einsatz überall in dieser Republik ein Klima, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger wohl- und wohlbehalten fühlen können. Zusammen mit einem guten Sicherheitsgefühl werden unsere Kommunen für unsere Bürger/innen lebens- und liebenswert! Auch allen Ehrenamtlichen in Kaltenkirchen und anderswo daher ein ganz großes: Danke! 

 

Und noch etwas zum Schluss:

 

Es gibt niemals einen vernünftigen Grund, Vorurteile oder gar Hass gegen andere Menschen zu schüren, sie an Leib oder Leben zu bedrohen oder gar zu verletzen. Wer vor allem Letzteres tut, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes leben, wobei der Resozialisierungsansatz bei Vielen trägt und selbst in Zeiten brutaler Gewaltdelikte wohl der Königsweg bleibt; denn je länger Menschen im Freiheitsentzug leben, um so mehr stumpfen die meisten von ihnen ab und verlieren den Halt, welchen sie für ihren künftigen gemeinwohlverträglichen Umgang mit ihren Mitmenschen benötigen. Unser Gemeinwesen lebt von der Toleranz, dem Mitempfinden für den Mitmenschen, der Hilfsbereitschaft. Und für diejenigen unter uns, die immer noch meinen, dass fremd auch schlecht ist: Machen Sie sich doch einfach selbst bekannt; auch die sogenannten Fremden feiern und arbeiten gerne mit uns! Erst wenn auch wir uns bekannt machen, erfahren wir häufig erst, welche Bereicherung die sogenannten Fremden für uns sein können! Hier benötigen wir eigentlich nur einen offenen, einen - im besten Sinne - neugierigen Umgang mit den Menschen, die aus verschiedenen anderen Herkunftsländern erstmals zu uns kommen. Wie heißt es doch? - Versuch macht klug! - Mit Sicherheit!

 

Hier folgt nun der oben angekündigte ganze Text zu dem Artikel im Hamburger Abendblatt:

 

Hamburger Abendblatt - Norderstedter Zeitung - 12.04.10 SICHERHEIT

 

Wachleute sehen nach dem rechten

Die Kooperation von Verwaltung, Polizei und Sicherheitsdiensten hat zu einem spürbaren Rückgang der Vandalismusschäden geführt.

Von Wolfgang Klietz

Foto: Wolfgang Klietz

 

Lutz Wiese von der Kaltenkirchener Firma Pütz Security dreht regelmäßig im Freizeitpark und vor anderen Treffpunkten seine Runden. Nachts geht er mit einem Kollegen auf Streife.

 

 

Kaltenkirchen. Bürgermeister Stefan Sünwoldt schenkt noch mal Kaffee nach, dann geht es um die Sicherheit in Kaltenkirchen. Eine relativ ruhige Lage, meldet die Polizei. Das bedeutet: Vandalismusschäden, illegale Grillaktionen im Grünen und eine steigende Zahl von Schlägereien bei Schülerfeten. "Das müssen wir im Auge behalten", sagt Kaltenkirchens stellvertretender Polizeichef Volker Augustin. An diesem Tisch im Rathaus geht es nicht um Schwerkriminalität, aber um Vorkommnisse, über die die Menschen sprechen und die dafür sorgen, dass sich mancher Bürger nicht überall sicher fühlt.

 

Sicherheitsbesprechung steht einmal im Monat im Kalender der Männer und Frauen, die an der Runde im Rathaus bei Kaffee, Keksen und Lübecker Marzipan teilnehmen. Am Tisch sitzen: Sünwoldt, Augustin, Ordnungsamtsleiter Ralf Köhler, Wolfgang Pütz vom Sicherheitsunternehmen Pütz Security und Protokollführerin Katja Powenz. Außerdem hat Rathausmitarbeiterin Meike Haecks Platz genommen. Bald ist Stadtfest, und damit steht allen ein langes Wochenende bevor. Wenn es Ärger gibt, ist meistens Alkohol im Spiel. Haecks berichtet, dass die Gastronomen gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Stadtfest beraten, am Sonntag des Partywochenendes erstmals keinen Alkohol auszuschenken. Eine Entscheidung soll in den kommenden Tagen getroffen werden.

Die Bilanz des Osterfeuers fällt knapp aus. In Kaltenkirchen wurde um 22 Uhr Feierabend gemacht - keine besonderen Vorkommnisse.

Pütz legt die Berichte seiner Mitarbeiter vor. Regelmäßig sind Streifen des Kaltenkirchener Unternehmens im Auftrag der Stadt unterwegs, schauen nach dem rechten und schreiben täglich Protokoll. Der 6. April war beispielsweise pure Routine für die zwei Wachmänner. 21 Uhr: Dienstbeginn, 21.30 Uhr: Ein demoliertes Fahrrad und Bierflaschen an der Skaterbahn des Spielplatzes an der Barmstedter Straße entdeckt, 22.15 Uhr: Jugendliche entfachen am Festplatz in einem Einweggrill ein Feuer, 0.40 Uhr: betrunkene Jugendliche werden von der Parkpalette vertrieben, 2 Uhr: Dienstende.

Pütz Security ist das einzige Sicherheitsunternehmen in Schleswig-Holstein, das von der Polizei per Urkunde als Sicherheitspartner anerkannt wird. Seit dem Osterwochenende patrouillieren die Wachleute gegen Bezahlung der Stadt regelmäßig auch im Freizeitpark. Die Stadt schickt zusätzlich ihren eigenen Ordnungsdienst auf Streife und kümmert sich um "präventive Stadtsozialarbeit". In anderen Orten heißt die Aufgabe Streetwork: Sozialarbeiter sind in der Stadt unterwegs und halten engen Kontakt zu Jugendlichen, die als problematisch gelten.

Ordnungsamtsleiter Köhler spricht von einem Erfolg. Die Kooperation von Stadt, Polizei und Sicherheitsdiensten habe zu einem spürbaren Rückgang der Vandalismusschäden geführt. Sein nächster Tagesordnungspunkt ist heikel: Die Sicherheitsrunde klärt Details, was bei einem Amoklauf in einer Schule zu beachten und zu klären ist. Einzelheiten sind geheim.

Kaltenkirchen hat im vergangenen Jahr einen Eindruck davon bekommen, was auf die Stadt im Ernstfall zukommen könnte. Ein Jugendlicher hatte in einer Schule einen Amoklauf angekündigt. Nachdem die Polizei das Gebäude evakuiert hatte, wurden die Kinder mit Bussen an einen sicheren Ort gefahren. Seine Drohung machte der Täter nicht wahr. In diesen Monaten kümmert sich die Sicherheitsrunde darum, den Schulen Fachleute zu vermitteln. Sie sollen Lehrer auf das Szenario vorbereiten, das hoffentlich allen erspart bleibt.

Letzter Tagesordnungspunkt: Sünwoldt und Köhler weisen auf ein Konzert im Sommer mit mehreren Musikgruppen auf dem Festplatz hin. Der Ordnungsamtsleiter stellt klar: Bei Veranstaltungen dieser Größe erwarte er ein konkret formuliertes Sicherheitskonzept. Damit steht ein Tagesordnungspunkt für die nächste Besprechung schon fest.

 

 

 

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