Dienst am Bürger
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vernetzt Handeln

Wenn Planungen vernetzt mit diversen Umsetzungsverantwortlichen und Nachfragern durchgeführt werden (letzteres bei der Schulentwicklungsplanung 2007-2009 im dialogischen Prozess, insbesondere auch mit einer Beteiligung von Elternvertretern erfolgt), kommen Synergien zustande und die so erarbeiteten Ergebnisse tragen besser und umfassender, sie sind dann tendenziell auf Nachhaltigkeit angelegt.

 

Dies gilt ganz grundsätzlich für nahezu alle Formen staatlichen Handelns zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. 

 

Hierbei kommt auch kreativem Querdenken und unbürokratischem Handeln oftmals eine Türen öffnende Bedeutung zu. 

 

Dies wird durch folgendes Beispiel sehr deutlich:

 

So habe ich zu Beginn meiner Amtszeit als Bürgermeister zunächst ungläubiges Erstaunen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meiner Sozialabteilung geerntet, als ich anlässlich einer Räumungsverfügung gegen eine alleinerziehende Mutter mit fünf kleinen Kindern präzendenzartig einen Runden Tisch mit allen Institutionen anberaumt habe, welche "an dieser Frau arbeiteten" (Jugendamt, Familienhilfe, Erziehungs- und Beratungsstelle, Kindereinrichtung, Schule usw.).

 

Es kamen fast zehn verschiedene Institutionen, von denen nur drei vom aktuellen Wirken einiger der jeweils anderen Institutionen für die betreffenden Zielpersonen Kenntnis hatten. Darüber hinaus machten sich an dem Runden Tisch die meisten Personen aus den verschiedenen Institutionen zum ersten Mal persönlich miteinander bekannt und tauschten Visitenkarten und Kontaktdaten aus.

 

Es stellte sich also heraus, dass jede Institution für sich im Rahmen ihrer eigenen Zuständigkeit mit der Mutter und den Kindern befasst war, aber wegen Unkenntnis des aktuellen Zugriffs der jeweils anderen Zuständigkeiten eine - aus der Vogelperspektive besehene - unsortierte Gesamtbefassung erfolgte, was zu der ohnehin schon schwierigen Situation der Frau mit ihren Kindern eine gewisse weitere Unruhe in den täglichen Ablauf dieser Familie brachte.

 

Noch in der Sitzung telefonierte ich mit der Wohnungseigentümerin, wies sie auf die Notwendigkeit eines Aufschubes für die Räumung hin und hatte damit Erfolg.

 

Der vorgenannte Runde Tisch selbst hatte folgende Ergebnisse:

 

1. Die Arbeit der Einrichtungen an der betreffenden Familie wurde neu koordiniert.

 

2. Die Arbeit der Einrichtungen für künftige Fälle wurde zielorientierter geprägt und sogar kreisgebietsübergreifend intensiviert; denn:

 

3. Am Ende konnte durch konzertiertes Zusammenwirken aller an dem Runden Tisch teilnehmender Institutionen und deren Personen eine neue Wohnung für die Familie gefunden werden, in diesem Falle außerhalb von Kaltenkirchen, aber in Nähe des ÖPNV, so dass die Mutter mit den vielen Kindern überschaubare Wege für ihre täglichen Bedarfssituationen erhielt.

 

Ergebnis 2. war das nachhaltige Ergebnis für die Arbeit der Institutionen zum Wohle der ihnen anvertrauten weiteren Personen. Denkt man das Thema der zielgenauen Koordination von Netzwerken nämlich weiter, erwächst daraus am Ende auch mehr Arbeitsmotivation in den beteiligten Einrichtungen sowie das Potenzial für Kosteneinsparungen, ein - auch im Wortsinne - wertvoller Ansatz gerade in Zeiten üppig steigender Sozialkosten! 

 

 

 

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